Der Blog zur Digitalen Reife

Denken blockiert und ermüdet.

Denken blockiert und ermüdet, wie geht es Ihnen?

Die Corona-Pandemie ist ein enormer Einschnitt in unser Leben, besonders in unsere Freiheit, und sie macht die Zukunft sehr ungewiss.
Wie erleben Sie es?

Wenn ich mich beobachte, erwische ich mich oft beim übersteigerten Nachdenken über die Zukunft, was sehr ermüdend ist.

Die Schaltzentrale lässt sich nicht so einfach herunterfahren, es droht Gefahr. Die Schaltzentrale wehrt sich gegen die viele Zeit, die ihr auf einmal zur freien Verfügung steht.

Die Schaltzentrale – das ist mein Denkapparat.

Und trotz viel Humor, auch mir selbst gegenüber, kann ich es nicht immer verhindern, in Abwägung künftiger möglicher Entwicklungen vorauszudenken. Ursache Wirkung Lösung. Und das passiert mir, dem Experten für Industrie-Humor. Dabei ist mir ansonsten meine Intuition als kompetenter Partner besonders wichtig.

Auf keinen Fall darf das Denken vernachlässigt werden, beschwert sich das Großhirn. Dieser anstrengende Shutdown soll also auf keinen Fall dazu führen, sich im Nichtstun zu verlieren.

Beobachten Sie das an sich auch? Mein Verstand wehrt sich dagegen, abgeschaltet zu werden. Dabeibleiben, um den Anschluss nicht zu verlieren, ist seine Devise.

Gedankenströme bahnen ihren Weg durch meinen Kopf und nehmen ganz schön viel Platz ein.

Draußen scheint derweil die Sonne und lädt zum Verlassen des Hauses ein. Aber trotz bestem Wetter ist es doch notwendig, die Zeit nicht unproduktiv zu verplempern, obwohl momentan nur wenig erreicht werden kann.

Andererseits – aus einem weniger auf die Arbeitseffektivität abzielenden Blickwinkel betrachtet – herrschen momentan geradezu ideale Voraussetzungen dafür, meine anderen Intelligenzen, die vor allem in meiner Intuition lagern, durch Innehalten in der Natur hinzuschalten zu können.
Sie wären als zusätzliche Ratgeber sehr nützlich. Beim Wandern gelingt das mir sehr gut. Ich sitze jedoch im Büro!

Als Vorbild in der Gesellschaft, in der Familie, im Unternehmen gilt es immer, zu jeder Zeit Lösungen parat zu haben. Das wird von uns erwartet. Werde ich gefragt, muss ich eine kompetente Antwort liefern können.

Dieser Auftrag der Schaltzentrale dominiert mich, schon aus Gewohnheit: in sehr kurzer Zeit sehr viel erledigen zu müssen.

Dabei können wir froh sein, in der derzeitigen Krise so viele Möglichkeiten nutzen zu können, um dem komischen Gefühl der Leere zu entrinnen – Webinare, Social-Media-Beiträge, Medien-Berichte und Magazine nehmen Bezug auf Corona. Zeit und Gelegenheit, sich mit entsprechenden Gedanken zu befüllen, sind garantiert.

Beispiele meiner Gedanken: Welche Methoden können es sein, die es den Kunden während und nach Corona ermöglichen werden, souverän die notwendigen Anpassungen ihrer Umwelt gestalten zu können?

Welchen Cocktail an Maßnahmen will ich anbieten und welcher ist der Richtige, um meine Alleinstellung zu bewahren? Ich stöbere in Beiträgen, Büchern herum und bleibe up to date in den Medien.
Wie wird das Konzept dazu aussehen? Ich denke nach. Und wiederum beim Wandern fällt es mir ein, ohne nachzudenken.

Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass diese Pandemie sehr ernst ist und noch länger andauern wird.

Lockerungsmaßnahmen sind sehr gefährlich, so habe ich es gelernt. Abstand halten ist am wichtigsten. Eine Herdenimmunität zu erreichen, kann nicht das Ziel sein. Die Zahl der Toten auf dem Weg dorthin wäre dramatisch hoch.
Ich bin überzeugt, dass eine App auf freiwilliger Basis uns sehr bald wieder ein normalisiertes Leben ermöglichen würde, wie es in Südkorea schon gelungen ist.

All diese ungewohnten und blitzschnell aufgekommenen Veränderungen feuern das Denken noch um ein Vielfaches an.

Sie können damit bestimmt umgehen. Es ist jedoch immer da, oder?
Wie geht es Ihnen mit diesem Shutdown? Wie viele Gedanken habe Sie schon losgeschickt, wieviel Datenverkehr haben Sie in Ihrer Schaltzentrale?
Wie erleben und managen Sie diese Zeit? Können Sie die Müdigkeit zuordnen?
Ich freue mich über Ihre Gedanken.
Und etwas noch zum Schluss, worauf einzugehen ich mich nicht traue, was in mir aber einfach immer wieder hochkommt:

Corona sorgt für Wertschätzung.

Der Gedanke, dass Corona der Auslöser für ein wertschätzenderes Leben sein könnte, der langersehnt wurde und auf den viele Menschen irgendwie gewartet haben, will ich gar nicht erwähnen.

Dass die Corona-Krise sich als der Kick erweisen könnte, der nun die ehrliche Umsetzung von Digitalisierungen in allen Belangen beinahe erzwingt. Doch darauf will ich lieber gar nicht erst eingehen – obwohl das ja ein positiver Aspekt ist, der es wert wäre, Erwähnung zu finden.

Und dass ich Corona nebenbei als Wandler erkannt habe, würde Sie vielleicht erschrecken. „Die Bestellung kam endlich an“, klingt es so esoterisch daher. Zurückgeben möchte ich diesen Klick von Corona jedenfalls nimmer. Die Dinge, die wir brauchen für die Zukunft, geraten in Bewegung.

Ich wünsche es mir von Herzen, dass es sehr bald einen Impfstoff gibt, der das gesundheitliche Drama und die weltweite Gefahr beendet. Das soziale Geschenk von Corona indes kann bleiben. Und dieses preise ich jetzt immer wieder an.
Nein, diese Vorstellung eines sozialen Geschenks lasse ich dann doch lieber weg. Welchen Eindruck hätten Sie sonst von mir?

Und wenn Sie, zwei Jahre nach der Pandemie, fragen würden, was mit dem sozialen Geschenk gemeint gewesen sein könnte, dann war es vielleicht die erstmalige Einsicht durch die Corona-Erfahrungen, dass der preußische Machtapparat endlich drastisch abzubauen sei.

Dadurch wurde es den pfiffigen Expertinnen und Experten an der Basis zum ersten Mal wirklich möglich gemacht, ihre Innovationen anstatt heimlich nun öffentlich entwickeln und umsetzen zu dürfen. Die ehemaligen mittleren Führungskräfte sind nun selbst, über ihr fachlich exzellentes Technik-Herz, wieder an der Basis dabei und entfalten sich prächtig.

Das unsoziale Silicon Valley in den USA ist stark in Bedrängnis geraten, wäre ein weiteres Statement.

Wir aber wären auf der Innovations-Überholspur. Denn Soziales machen wir wirklich wieder gut, wenn wir darin gefordert werden. Zusammen mit der Erlaubnis zur Innovation bildet dies den Porsche-Speed für Erneuerungen der neuesten Generation.

Oder man hätte über Selbstorganisation gesprochen und darüber, diese durch und durch nun wirklich zu leben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Ihren Daten werden als das Gold des Unternehmens angesehen und deshalb gelingt die Digitalisierung mit vollständiger Datenbasis nachhaltig. Von „Management as a Service“ würde womöglich erzählt werden, also von Orientierung, die nur bei Nachfrage gegeben wird.

Die neue Grundhaltung, Flexibilität und Agilität nicht mehr nur als Mittel zum Zweck zu betrachten, um junge Menschen zu ködern und trotzdem hinter den Vorhängen weiter dogmatisch draufzuhauen, um das eigene EGO karrierefördernd durchzuhämmern, ließe die Falten in den Gesichtern der aufmerksamen Betrachter sich erhellen.

Einige Falten verschwänden womöglich angesichts dieser Entwicklungen, die durch die Corona-Krise ausgelöst worden sind. Nähe ist immer noch gefährlich, also zählt doch das Selbstvertrauen des Einzelnen im Home-Office umso mehr.

Die Einzelnen kommen endlich aus der Deckung. Wertschätzung der Eigenkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich rasch verbreitet. Systemrelevante Bereiche werden in der Wahrnehmung enorm aufgewertet.

Die Menschen sind überrascht über diese Corona-Folgen. Ein Grundeinkommen ist eingeführt worden.
Und ich hätte sie zu ihrem neuen Vorgehen, dem Herzen zu folgen, beglückwünscht.
Nun, da ich ja noch recht unbekannt bin auf diesem Sektor, gehe ich darauf gar nicht weiter ein – es sind meine Bilder und wer weiß, welche Bilder Sie haben?

Gut, dass ich nicht darauf eingegangen bin, aber ich freue mich über den Gedankenaustausch mit Ihnen.

Herzlich
Ihr Thomas Maier